Verstetigung von selbstragenden Strukturen

Die Verstetigung ist ein langfristiges, oftmals problematisches Thema in der Stadtentwicklung. Die verschiedenen Fördergebiete zeigen, dass eine Verstetigung, zeitlich betrachtet, ein Prozess zwischen drei und fünf Jahren ist, allerdings oftmals unterschätzt wird. Oft stehen Stadtteile kurz vor Beendigung der Förderung vor der Problematik einen gerechten Weg für errungenen Strukturen zu finden.

Durch die stetige Abnahme von Fördergeldern und der zeitlich befristeten Förderung stehen Städte und Kommunen oftmals vor dem Problem, welche Projekte und Maßnahmen nun verstetigt werden sollten und wie eine weitere Organisation von aufgebauten Strukturen aussehen könnte.

Die Bedarfe eines Stadtgebiets werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen. Nach Jahren der Förderungen stellt man fest, dass für die eigenständige Weiterführung von bestimmten Projekten kein Geld oder personelle Fachkraft zur Verfügung steht. Hier ist eine Evaluation der eigentlichen Ziele, die zu Beginn der Arbeit aufgestellt wurden, dringend erforderlich. Wurden bestimmte Zielsetzungen erreicht? In welchen Fällen gibt es Probleme? Haben sich aus Anstoßprojekten selbsttragende Strukturen aufgebaut?

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Hier es ein Punkt besonders wichtig: nicht alle Projekte müssen und können verstetigt werden und damit von der Sonderförderung in die Regelförderung übergehen. Allerdings darf hier nicht einfach der Rotstift angesetzt werden und die unbeliebtesten Maßnahmen gestrichen werden. Für die Auswahl von Schlüsselprojekten ist die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger Imens wichtig. Denn Sie sind die Damen und Herren, die viele Projekte über die Jahre hinweg unterstützt und getragen haben.

Ein genaues Auswahlverfahren mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Stadt/Kommune und den lokalen Akteuren ist hier ein wichtiger Schritt, bestehende Strukturen zu sichern. Durch eine  Neuverteilung der Organisation und Koordination können Arbeitsgruppen und andere Projekte für die Zukunft sichergestellt werden.

Doch nicht nur die Verteilung bestehender Projekte ist zu betrachten. Auch die gewonnene Selbstständigkeit, die Sensibilisierung und das gewonnene Wissen der Bürgerinnen und Bürger kann zu einer weiteren Organisationsstruktur führen. Beispiele hierfür wäre ein Bürgerrat, der sich, ähnlich wie die Koordination durch das Stadtteilmanagement, selbst organisiert und durch einen kleinen Stadtteiletat bestimmte Projekte fördern und organisieren kann.

Das Feld der Verstetigung ist riesig und durchweg mit Problemen behaftet. Grade die Übergangszeit und der Übergang in die Regelförderung ist für viele aktive Bewohnerinnen und Bewohner ein schwerer Schritt und muss mit Vorsicht gegangen werden.

Die Stadtteilagenten können Ihnen hierbei behilflich sein. Durch kompetente Beratung, durch eine Analyse der Zielvorgaben oder durch die Organisation von Workshops, bieten wir Ihnen klare Richtlinien an, an denen Sie sich mit Ihrem Stadtteil orientieren können. Wir helfen Ihnen gerne den schweren Weg zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gehen. Melden Sie sich einfach bei uns und gemeinsam können wir selbsttragende Strukturen aufbauen.