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Urbanized – Gary Hustwit

Der Fillm „Ubanized“ stammt aus der Film Triologie von Gary Hustwit, zu der noch die Filme „Helvetica“ und „Objectified“ gehören.

Der Film handelt von dem alltäglichen Design, das alle Menschen auf der Welt an jedem Ort umgibt. Denn Städte, Straßen und Plätze wurden nicht zufällig gebaut. Es ist eine planerische Mischung aus der Idee der Architekten, Städteplanern, Bürgern, Stadtgeschichte und weiteren Faktoren.

Vom schönen Design, bis zu den Slums in Mumbai werden Impressionen gezeigt, wie die Menschen leben und versuchen einen Teil des Stadtlebens mitzunehmen. „The city [Mumbai] says, that if there is one toilet for fifty people, that is ten families, have one toilet seat, it means they have adequate sanitation.“ ‪so Sheela Patel‬ und fügt hinzu, dass die Wahrheit allerdings bei 600 Menschen pro Toilette liegt.

Nicht alle Designs entsprechen dem schönen Bild. Häufig liegen sie im Auge des Betrachters bzw. in der Perspektive. „It looks fantastic from the airplane, but if you are down with the eyelevel, on your feet and you are going from one place to another, Brasilia is a disaster. Every distance is to wide, things are not connected, you have to trample for endless miles and miles along completely straight path.“ Jan Gehl.

Doch auch die Funktionalität einer Stadt bedarf es zu erhalten. Jetzt schon leben ca. 50 Prozent der Menschen in Städten und die Folgen sind spürbar. Allein die Bereiche Wohnen oder der Verkehr haben so immens zugenommen, dass auf alternative Formen des Wohnens und des Personentransports umgedacht werden muss. Enrique Peñalosa führte als Bürgermeister von Bogotá, Hauptstadt Kolumbiens, das Erfolgsmodel des Bus Rapid Transits, den „TransMilenio“ ein. Auch für das revolutionierte Fahrradmodell ist Bogotá berühmt. So ziehen sich Hunderte Kilometer an Fahrradwege durch die Stadt, die die Einwohner animieren auf das Auto zu verzichten und das Fahrrad zu nehmen.

Doch was passiert mit alten, ausgedienten Strukturen? Der Film beschreibt auch die Umstrukturierungen und Anpassung von beispielsweise alten Bahngleisen, die zu einer Art „Laufsteg“ umgewandelt wurden.

Für die Beschreibungen der vielen verschiedenen Gesichter der Städte und Stadtteile werden bekannte Architekten, Städteplaner, Politiker und mehr befragt, die ein Teil der Geschichte und die Entstehung des Charakters der einzelnen Städte wiedergeben.

Veröffentlicht in: Allgemein, Architekt, Design, Film, Städtebau, Stadtentwicklung

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Informationsveranstaltung Bürgergärten

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mehr Grün für unsere Stadt“, organisiert durch Transition Town Hannover, Stadt Laatzen, der Leine-VHS und der Lokalen Agenda, fand am 02. April 2013 die Veranstaltung: „Internationale Gärten, Bürgergärten, Gemeinschaftsgärten. Wie ein grüner Gartentreff mitten in der Stadt gemacht wird“ in Laatzen, Region Hannover, statt.

Shimeles Tassew, Mitbegründer der ersten Gärten und Mitarbeiter der „Stiftung Interkultur“, stellte das etwas andere Integrationsprojekt und „mehr Grün“ in der Stadt vor.

1996 entstand der erste „Interkulturelle Garten“ in Göttingen, bereits 1999 lagen mehr als 160 Anfragen aus den verschiedenen Ecken des Landes vor. Die neuen Treffpunkte und die Gemeinschaft besitzen in allen Städten einen enormen Anlauf und die Mitglieder sprechen quasi von einem „Verwurzeln“ in der Stadt oder der neuen Heimat.

Zwar besitzen alle Gärten eine eigene, individuelle Ausrichtung, dennoch vereinen alle Gartenprojekte die Integration und die Gemeinschaft der Anwohnenden oder Bewohner und Bewohnerinnen der einzelnen Stadtteile und Kommunen. Ob Gemeinschaftsgarten, Nachbarschaftsgarten, interkulturelle Gärten, Bienengärten oder Selbsterntegärten, das Ziel bestimmen die Bürgerinnen und Bürger, die Nutzerinnen und Nutzer somit die Gemeinschaft.

So fleißig und so engagiert die Bürgerinnen und Bürger auch sind, die selbstständige und selbsttragende Organisation ist nur mühsam zu erreichen, sodass von einer stetigen Begleitung und Betreuung gesprochen wird.  Für die Organisation schlagen der Verein und die verschiedenen Projekte die Gründung eines Vereins vor. „Durch das Leben in einem Verein, versteht man auch erst wie Deutschland eigentlich funktioniert“ so Shimeles. Der Verein ist nicht nur hilfreich bei der Organisation der Satzungen, der Mitgliedschaften oder der Verbindlichkeit, bei der Akquise von Fördermitteln ist es sogar Notwendig ein rechtlicher, staatlicher Verein zu sein.

Für die stetige Begeisterung und die Akquise von neuen Gärtnerinnen und Gärtnern, bedarf es neben dem Gärtnern an kleinen Projekten, die in den Gärten oder auch außerhalb stattfinden können. So gibt es in Göttingen im Rahmen dieses Projektes Fahrradkurse, Schwimmkurse, Deutschkurse, interkulturelle Veranstaltungen, gemeinsames Kochen und Essen der angebauten Produkte und vieles mehr. „Es bedarf eine komplementäre Form zum Gemüse“ oftmals auch in Verbindung mit lokalen Akteuren, wie die Kirchen, die Stadt, Schulen, oder auch Parteien, so Shimeles.

Empfehlungen:

Stiftung Interkultur

Anstiftung & Ertomis

Gärten Göttingen

Prinzessinengärten in Berlin

Christa Müller: Urban Gardening

 

 

Veröffentlicht in: Stadtteilgärten

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