Fazit Bürgerbusse

Bürgerbusse sind vor allem in ländlichen Räumen vorzufinden. Insgesamt haben sie sich in Deutschland mit über 150 Vereinen etabliert.

Verkehrsunternehmen dünnen ihre ÖPNV Netze im ländlichen Raum immer mehr aus, da sich der klassische Busbetrieb nicht mit dem vorhandenem Fahrgastaufkommen vereinbaren lässt. Trotzdem besteht vor allem hier Bedarf an Mobilität, um in die nächsten Ortschaften oder Nahversorgungszentren und medizinischen Einrichtungen zu gelangen. Doch auch die Kürzungen der Haushalte von Gemeinden und Kommunen machen den Ausbau der
öffentlichen Verkehrsinfrastruktur nicht einfacher.

Hier ist der kostengünstige Bürgerbus eine gute Alternative die „weißen Flächen“ auf der Landkarte zu mobilisieren. Die Kommunen werden nur in dem Fall finanziell belastet, wenn Betriebskostendefizite auftreten. Durch die Förderungen der Länder, Spenden- und Werbeeinnahmen sowie dem Ticketverkauf, können sich die meisten Bürgerbusse selbst finanzieren. Allein durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten, zum Beispiel der Fahrer, fallen große Ausgabenpunkte weg, die somit eingespart werden können.

Die Flexibilität lässt es zu, direkt auf Probleme zu reagieren, Routen auszubauen oder Zeiten anzupassen.

Ökologisch betrachtet ist der Bürgerbus ebenfalls sinnvoll, da nicht jeder Passagier einzeln den Individualverkehr nutzt.

Das Verkehrssystem ist jedoch keine Universallösung des ÖPNV. Grundvoraussetzung ist ein hohes Maß an Mobilitätsbedarf und die wirkliche Bereitschaft von Fahrgästen den Bus zu benutzen. Denn wenn nur sehr wenige bzw. keine Passagiere vorhanden sind, treten  Betriebskostendefizite auf.

Auch die beschränkte Anzahl von Sitzplätzen kann ebenfalls Probleme hervorrufen. Es  besteht die Möglichkeit, dass Kunden an der Haltestelle warten, jedoch diese Verkehrsdienstleistung nicht in Anspruch nehmen können, da alle Sitze belegt sind.

Der Bürgerbus ist eine kostengünstige und gute Alternative zum klassischen ÖPNV. Durch die Zusammenarbeit von Bürgern, Gemeinden, Verkehrsunternehmen sowie den Landesregierungen, kann in den ländlichen Regionen der vorhandene Busverkehr, durch diese alternative Bedienungsform, stark erweitert und verbessert werden. Die Bürger werden nicht mehr aufgrund von Immobilität vom sozialen und kulturellen Leben ausgeschlossen, durch den Einsatz eines ehrenamtlichen Bürgerbusses kann die Mobilität bewahrt werden.

Wer versucht die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen von heute mit einer ÖPNV Struktur von gestern zu befriedigen, wird die Bevölkerung immer mehr zum Auto drängen.

(WALDER, 2004)

 

Einleitung   Alternative Bedienungsformen   Definition Bürgerbus   Gründung   Finanzierung   Öffentlichkeitsarbeit   Vorkommen

Quellen