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Detroit meldet Insolvenz an

Dass es um die Stadt Detroit schon lange finanziell schlecht gestellt ist, ist bekannt. Doch nun wurde bekannt, dass die Stadt im Bundesstaat Michigan Insolvenz angemeldet hat. Es ist die größte amerikanische Stadt, die ein solches Verfahren je eingeleitet hat.

In den 50ger Jahren war Detroit die zweitgrößte Stadt der USA mit 1,8 Millionen Einwohnern und die Stadt der Autokonzerne. Große Firmen wie General Motors oder Ford haben sich ihren Standort in Detroit gesucht. Doch durch die einsetzenden Probleme in der Autoindustrie und den Rückgängen der Gewinne, musste Detroit mit Abwanderungen von Firmen, mit leeren Fabriken und Gebäuden (fast 78.000!), mit vermehrter Arbeitslosigkeit und Kriminalität umgehen. Vor allem aber die Finanzkrise und einsetzende Rezession wurden schlussendlich zum Verhängnis der Stadt.

Zum Schluss sei Detroit kaum noch in der Lage gewesen die Notrufe in gerechter Form zu bedienen, sodass nur ein Teil der Hilferufe geholfen werden konnte. Bei Absetzung eines Notrufs in Detroit dauert die Wartezeit bis zum Eintreffen der Rettungswagen fast eine Stunde. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt sind das fast 47 Minuten mehr, so Gouverneur Snyder. Auch weitere öffentliche Funktionen, wie Beleuchtung, seien nicht mehr vernünftig zu unterhalten gewesen. Knapp die Hälfte der Straßenbeleuchtungen seien außer Betrieb, da die finanziellen Mittel zur Reparatur fehlen.

Die Verhandlungen in den letzten Tagen zwischen dem eingesetzten Manager Kevyn Orr und den Gläubigern scheiterten.

Die einst glitzernde Metropole für Autohersteller hat einen Schuldenberg von rund 20 Milliarden Dollar angehäuft, der nur sehr geringen Einnahmen der der Stadt „Motown“ gegenüber steht. Ungefähr 100 Millionen Dollar soll die Stadt jährlich zu viel ausgegeben haben. Durch die Anmeldung der Insolvenz gewinnt Detroit Zeit, und kann sich vorerst vor Klagen und Abzahlungen der Schulden schützen.

In Detroit leben heute nur noch knapp 700.000 Menschen, wobei mehr als die Hälfte der Bewohner und Bewohnerinnen in Armut leben.

In dem Fernsehbericht des Senders Arte Reportage geht es um die „Wiedergeburt in Grün“. Von der Auto Stadt zum Urban Farming.

Veröffentlicht in: Allgemein, International, Stadtentwicklung, urbangardening

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Vertikale Gärten

In Deutschland setzt sich nach und nach ein neuer Trend durch: vertikale Gärten! Die Menschen in den Städten sehnen sich nach dem Grün und der Natur in der Stadt und im Quartier. Doch oftmals gibt es wenig bis keine Freiflächen, die für Parks oder Grünflächen genutzt werden können. Doch mit den vertikalen Gärten ergibt sich eine neue Art zur grünen Gestaltung von Städten.

Doch man spricht hier nicht nur von Schling-, Ranken- und Kletterpflanzen, sondern man hängt die typische Grünfläche oder den klassischen Garten senkrecht an die Gebäude. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Egal ob Obst- und Gemüseanbau oder das Anpflanzen von Blumen jede Bürgerinn und jeder Bürger kann sich nach ihrer Fantasie frei entfalten. An den meisten Gebäuden, Mauern oder oder oder… können diese Projekte realisiert werden, in denen auch Tiere ihr Heim im großen Beton-Großstadtjungel finden können.

Grade auch graue hohe Betongebäude können mit einer grünen Gestaltung aufgewertet und zu einem anziehenden Magnet für Besucher und Besucherinnen werden.

Einen weiteren wichtigen positiven Nebeneffekt hat die Natur in der Stadt auch. Die Pflanzen können dazu beitragen die Luft und das Klima in den Städten zu verbessern. Neben der Reinigung von Co² und der Filterung der Abgase der immer mehr werdenden Autos in den Stadtgebieten und der Abgabe von reinem Sauerstoff, können die vertikalen Gärten auch die Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Temperaturen senken.

Beispiele gibt es viele. Neben einem Interview mit dem französischen Erfinder der vertikalen Gärten, Patrick Blanc, werden hier einige Beispiel-Videos der Gärten gezeigt.

Interview Patrick Blanc:

 Mexico:

Österreich:

Fernsehbericht

Haben auch Sie einen vertikalen Garten in der Stadt? Oder sind Ihre Bewohnerinnen und Bewohner schon fleißig in den Stadtteilgärten? Wir freuen uns immer über Fotos und Geschichten, melden Sie sich doch bei Twitter zum Beispiel unter dem Hashtag #naturindiestadt, per Facebook oder Google+.

Veröffentlicht in: Architekt, Design, Stadtentwicklung, urbangardening

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