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Archiv für Stadtentwicklung

Einkaufswagen

Es soll Stadtteile geben, die nicht nur mit Natur und Kunst das Stadtbild verschönern. Es gibt auch Stadtteile, die neben Müll und Sperrmüll oft diese kleinen, rollenden Wagen an jeder Straßenecke stehen haben.

Doch warum ist das so?  Immer wieder findet man die Einkaufswagen, mal allein, mal in einer Kolonne mit bis zu 20 Stück, in den Straßen der Städte und fragt sich, warum die Bewohner diese nicht zurückschieben können.

Neben dem Anblick der Wagen, der zu wünsche übrig lässt, entwickeln sie sich zu mobilen Mülleimern. Die Wagen werden von alten Zeitungen,  über Hausmüll bis zu Hundekotbeuteln regelrecht vollgemüllt .

Und das kann echt gefährlich werden. Da die Wagen nach der Benutzung oder Abholung aus den Straßen selten gereinigt werden, kann das sehr unhygienische Folgen für den nächsten Einkäufer haben. Man sollte sich dreimal überlegen, ob man sein Obst und Gemüse in einen solchen Wagen legen möchte, der vielleicht als ein beliebter Mülleimer in den letzten zwei Wochen galt.

Ach so, der Euro ist natürlich längst nicht mehr im Einschubfach. Er war sicherlich auch schon gar nicht beim Abholen drin. Schon von klein auf, so erzählen die Kinder, wird gelernt, wie man mit kleinen Tricks die Wagen aus der Schlange holen kann, ohne Geld oder einen Chip zu nutzen.

Die Märkte reagieren gemischt auf den Verlust der Wagen. Teilweise gibt es Märkte, die sich einmal die Woche im Stadtgebiet umschauen, um vermisste Einkaufswagen wieder einzusammeln, andere zeigen wenig Interesse.

Wie sieht die Einkaufswagenparade in Ihrem Stadtgebiet aus? Haben Sie ähnliche Probleme oder fragen Sie sich über welches Problem wir grade berichten? Wir sind gespannt über Ihre Meinungen und Ihre Ideen zur Minimierung der Einkaufswagen im Stadtbild!

 

 

Veröffentlicht in: Stadtentwicklung, Stadtteilarbeit

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Detroit meldet Insolvenz an

Dass es um die Stadt Detroit schon lange finanziell schlecht gestellt ist, ist bekannt. Doch nun wurde bekannt, dass die Stadt im Bundesstaat Michigan Insolvenz angemeldet hat. Es ist die größte amerikanische Stadt, die ein solches Verfahren je eingeleitet hat.

In den 50ger Jahren war Detroit die zweitgrößte Stadt der USA mit 1,8 Millionen Einwohnern und die Stadt der Autokonzerne. Große Firmen wie General Motors oder Ford haben sich ihren Standort in Detroit gesucht. Doch durch die einsetzenden Probleme in der Autoindustrie und den Rückgängen der Gewinne, musste Detroit mit Abwanderungen von Firmen, mit leeren Fabriken und Gebäuden (fast 78.000!), mit vermehrter Arbeitslosigkeit und Kriminalität umgehen. Vor allem aber die Finanzkrise und einsetzende Rezession wurden schlussendlich zum Verhängnis der Stadt.

Zum Schluss sei Detroit kaum noch in der Lage gewesen die Notrufe in gerechter Form zu bedienen, sodass nur ein Teil der Hilferufe geholfen werden konnte. Bei Absetzung eines Notrufs in Detroit dauert die Wartezeit bis zum Eintreffen der Rettungswagen fast eine Stunde. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt sind das fast 47 Minuten mehr, so Gouverneur Snyder. Auch weitere öffentliche Funktionen, wie Beleuchtung, seien nicht mehr vernünftig zu unterhalten gewesen. Knapp die Hälfte der Straßenbeleuchtungen seien außer Betrieb, da die finanziellen Mittel zur Reparatur fehlen.

Die Verhandlungen in den letzten Tagen zwischen dem eingesetzten Manager Kevyn Orr und den Gläubigern scheiterten.

Die einst glitzernde Metropole für Autohersteller hat einen Schuldenberg von rund 20 Milliarden Dollar angehäuft, der nur sehr geringen Einnahmen der der Stadt „Motown“ gegenüber steht. Ungefähr 100 Millionen Dollar soll die Stadt jährlich zu viel ausgegeben haben. Durch die Anmeldung der Insolvenz gewinnt Detroit Zeit, und kann sich vorerst vor Klagen und Abzahlungen der Schulden schützen.

In Detroit leben heute nur noch knapp 700.000 Menschen, wobei mehr als die Hälfte der Bewohner und Bewohnerinnen in Armut leben.

In dem Fernsehbericht des Senders Arte Reportage geht es um die „Wiedergeburt in Grün“. Von der Auto Stadt zum Urban Farming.

Veröffentlicht in: Allgemein, International, Stadtentwicklung, urbangardening

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Vertikale Gärten

In Deutschland setzt sich nach und nach ein neuer Trend durch: vertikale Gärten! Die Menschen in den Städten sehnen sich nach dem Grün und der Natur in der Stadt und im Quartier. Doch oftmals gibt es wenig bis keine Freiflächen, die für Parks oder Grünflächen genutzt werden können. Doch mit den vertikalen Gärten ergibt sich eine neue Art zur grünen Gestaltung von Städten.

Doch man spricht hier nicht nur von Schling-, Ranken- und Kletterpflanzen, sondern man hängt die typische Grünfläche oder den klassischen Garten senkrecht an die Gebäude. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Egal ob Obst- und Gemüseanbau oder das Anpflanzen von Blumen jede Bürgerinn und jeder Bürger kann sich nach ihrer Fantasie frei entfalten. An den meisten Gebäuden, Mauern oder oder oder… können diese Projekte realisiert werden, in denen auch Tiere ihr Heim im großen Beton-Großstadtjungel finden können.

Grade auch graue hohe Betongebäude können mit einer grünen Gestaltung aufgewertet und zu einem anziehenden Magnet für Besucher und Besucherinnen werden.

Einen weiteren wichtigen positiven Nebeneffekt hat die Natur in der Stadt auch. Die Pflanzen können dazu beitragen die Luft und das Klima in den Städten zu verbessern. Neben der Reinigung von Co² und der Filterung der Abgase der immer mehr werdenden Autos in den Stadtgebieten und der Abgabe von reinem Sauerstoff, können die vertikalen Gärten auch die Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Temperaturen senken.

Beispiele gibt es viele. Neben einem Interview mit dem französischen Erfinder der vertikalen Gärten, Patrick Blanc, werden hier einige Beispiel-Videos der Gärten gezeigt.

Interview Patrick Blanc:

 Mexico:

Österreich:

Fernsehbericht

Haben auch Sie einen vertikalen Garten in der Stadt? Oder sind Ihre Bewohnerinnen und Bewohner schon fleißig in den Stadtteilgärten? Wir freuen uns immer über Fotos und Geschichten, melden Sie sich doch bei Twitter zum Beispiel unter dem Hashtag #naturindiestadt, per Facebook oder Google+.

Veröffentlicht in: Architekt, Design, Stadtentwicklung, urbangardening

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Die Mobilität des ländlichen Raums

Die Idylle des Wohnens im Grünen ist für viele Menschen ein Traum. Das eigene Haus und ein eigener Garten.  Dieser Wunsch ist allerdings in Agglomerationsräumen und größeren Stadtgebiets selten und so findet man sein Glück im ländlichen Raum.

Doch wie sieht es dort mit der Mobilität der Bewohner aus? Für junge Erwachsene und Familien ist das vielleicht kein großes Problem. Doch oftmals lässt im Alter die Mobilität nach und das Auto wird abgemeldet. Doch das Bedürfnis an Mobilität ist weiterhin vorhanden.

Oftmals sieht die Verkehrslage des öffentlichen Personenverkehrs an Wochenenden und abends relativ dünn aus und somit müssen neue Formen geschaffen werden, sodass die Bedarfe auch bedient werden können.

Unter der Begrifflichkeit der „Alternativen Bedienungsformen“ findet man einige alternative Personentransporte, die individuell auf die „weißen Flächen“ angepasst und umgesetzt werden können.

Auf der Seite der Stadtteilagenten stellen wir Ihnen nun den Bürgerbus vor, ein erprobtes System, dass in Deutschland immer mehr Projektgebiete in den ländlichen Regionen erobert. 

Schauen Sie doch mal in unserer Infothek vorbei!

 

Veröffentlicht in: Allgemein, Stadtentwicklung, Verkehrsgeografie

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Urbanized – Gary Hustwit

Der Fillm „Ubanized“ stammt aus der Film Triologie von Gary Hustwit, zu der noch die Filme „Helvetica“ und „Objectified“ gehören.

Der Film handelt von dem alltäglichen Design, das alle Menschen auf der Welt an jedem Ort umgibt. Denn Städte, Straßen und Plätze wurden nicht zufällig gebaut. Es ist eine planerische Mischung aus der Idee der Architekten, Städteplanern, Bürgern, Stadtgeschichte und weiteren Faktoren.

Vom schönen Design, bis zu den Slums in Mumbai werden Impressionen gezeigt, wie die Menschen leben und versuchen einen Teil des Stadtlebens mitzunehmen. „The city [Mumbai] says, that if there is one toilet for fifty people, that is ten families, have one toilet seat, it means they have adequate sanitation.“ ‪so Sheela Patel‬ und fügt hinzu, dass die Wahrheit allerdings bei 600 Menschen pro Toilette liegt.

Nicht alle Designs entsprechen dem schönen Bild. Häufig liegen sie im Auge des Betrachters bzw. in der Perspektive. „It looks fantastic from the airplane, but if you are down with the eyelevel, on your feet and you are going from one place to another, Brasilia is a disaster. Every distance is to wide, things are not connected, you have to trample for endless miles and miles along completely straight path.“ Jan Gehl.

Doch auch die Funktionalität einer Stadt bedarf es zu erhalten. Jetzt schon leben ca. 50 Prozent der Menschen in Städten und die Folgen sind spürbar. Allein die Bereiche Wohnen oder der Verkehr haben so immens zugenommen, dass auf alternative Formen des Wohnens und des Personentransports umgedacht werden muss. Enrique Peñalosa führte als Bürgermeister von Bogotá, Hauptstadt Kolumbiens, das Erfolgsmodel des Bus Rapid Transits, den „TransMilenio“ ein. Auch für das revolutionierte Fahrradmodell ist Bogotá berühmt. So ziehen sich Hunderte Kilometer an Fahrradwege durch die Stadt, die die Einwohner animieren auf das Auto zu verzichten und das Fahrrad zu nehmen.

Doch was passiert mit alten, ausgedienten Strukturen? Der Film beschreibt auch die Umstrukturierungen und Anpassung von beispielsweise alten Bahngleisen, die zu einer Art „Laufsteg“ umgewandelt wurden.

Für die Beschreibungen der vielen verschiedenen Gesichter der Städte und Stadtteile werden bekannte Architekten, Städteplaner, Politiker und mehr befragt, die ein Teil der Geschichte und die Entstehung des Charakters der einzelnen Städte wiedergeben.

Veröffentlicht in: Allgemein, Architekt, Design, Film, Städtebau, Stadtentwicklung

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