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Weltbevölkerung

Die Weltbevölkerung ist im Vergleich zu der Bevölkerung Deutschlands wachsend. Betrachtet man die vergangenen Jahrzehnte kann man diese rasante Entwicklung erkennen.

Die gesamte Bevölkerung ist von 1950 von 2.526 Millionen Menschen auf 4.449 Millionen Menschen 1980 und aktuell auf 7.162 Millionen Menschen angewachsen. Bei insgesamt 7.162 119.000 Menschen im Jahr 2013 gibt es 3.551.649.000 Frauen und 3.610.470.000 Männer, das ergibt eine Quote von 102 Männern auf 100 Frauen im Durchschnitt.

Die Verteilung der Bevölkerung auf die Kontinente ergibt folgende Darstellung:

Bevölk

 

Für eine Bevölkerungsprognose der Jahre 2025, 2050 und 2100 gibt es verschiedene Varianten (starker, mittlerer, geringer Anstieg). Bei der mittleren Varianten könnten bis 2100 10.853.849 Menschen auf der Erde leben.

Prognose

In Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Grade im mittleren Vergleich des gesamten Bevölkerungswachstums erkennt man in Deutschland folgende Abnahme:

  • 1950: 70.094.000
  • 2013: 82.727.000
  • 2025: 80.869.000
  • 2050:72.566.000
  • 2100: 56.902.000

Die 23 größten Länder 2013 im Bezug auf die Landesbevölkerung werden in der folgenden Grafik dargestellt.

26größten2013

Aktuell belegt Deutschland den 15. Platz im weltweiten Ranking. Im Jahr 2050 würde die Bundesrepublik mit 73 Millionen Einwohnern Platz 25 belegen. Im Jahr 2100 befindet Deutschland sich nicht mehr unter den 31 größten Plätzen.

Die Fertilitätsrate wird sich in den nächsten Jahrzehnten stark verändern. Lag die weltweite  zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer zwischen 1975-1980 noch bei 3,85 (der Mittelwert von Kindern pro Frau) wird die Rate zwischen 2095-2100 auf 1,99 sinken.

Grade die Analysen der einzelnen Länder zeigen starke Veränderungen auf. Die höchsten Raten liegen in der Periode 2005 bis 2010 bei 7,58 Kindern pro Frau in Niger, sowie 7,10 in Somalia. Für 2100 wir der höchste Fertilitätswert womöglich in Sambia mit nur noch einem Wert von 2,8 Kindern pro Frau. In der Statistik der geringsten Fertilitätsrate befindet sich aktuell China, Macao SAR mit 0,94 an oberster Stelle. Hier ist zu beobachten, dass 2100 der Wert der geringen Fertilität auf 1,47 ansteigen wird und Singapur auf dem ersten Platz liegen wird. Auch Deutschland wird in dem Jahr auf Platz 6 mit 1,76 vertreten sein.

Ferilit2005  Fertilit2095

Bei der Betrachtung der Altersstruktur fällt auf, dass die Gruppe der 25 bis 29 jährige Weltbevölkerung mit 45 Prozent den größten Anteil aufweist. Darauf folgen die 0 bis 14 Jährigen mit 26 Prozent, die 15 bis 24 Jährigen mit 17 Prozent, die 60 bis 79 Jährigen mit 10 Prozent und die kleinste Gruppe der 80+ Jährigen mit 2 Prozent.

ALtersstruktur.JPG

Die weltweite Lebenserwartung wird bis 2100 um 14,1 Jahre ansteigen. Die aktuelle globale Lebenserwartung beträgt 67,1 Jahre und steigt somit auf 81,8 Jahre. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt  bei 80,7 Jahre bis 2100 steigt diese auf 91,2 Jahre.

Sierra Leone hat die geringste Lebenserwartung. 2013 weist Sierra Leone einen Wert von 45,3 Jahre auf und steigt bis 2100 auf 69,4 Jahre. Die höchste Erwartung findet man in Japan. Das asiatische Land hat aktuelle eine Lebenserwartung von 83,5 Jahre und wird diese bis 2100 auf 94,2 steigern.

Das folgende Video zeigt ein Interview mit John Wilmoth, Director of Population Dicision, zur Revision of World Population Prospects 2012. Es wurde von den „United Nations Department of Economic and Social Affairs“ am 09. Juli 2013 auf Youtube veröffentlicht.

Weitere Daten finden Sie bei den United Nations unter: www.un.org.

Die Highlights des Berichts finden Sie in der Zusammenfassung der United Nations, veröffentlich 2013 in New York: World Population Prospects The 2012 Revision Highlights and Advance Tables

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Guerilla Gardening – Heimlich die Stadt begrünen

Ein städtischer Trend ist das sogenannte „Guerilla Gardening“. Ziel dieses Trends ist es, die Stadt zu begrünen und heimlich Pflanzen und Gemüse mitten in der Stadt anzupflanzen.

Das gemeinsame Anpflanzen von den „Gartenkriegern“ ist oftmals nicht legal, gestaltet aber die Aktion selbst noch interessanter und reizvoller, so die Gärtner. Vor allem ungepflegte städtische oder private Beete, Vorgärten, Mauern, Bäume und Grünflächen werden von den Gärtnern in Betracht gezogen, um so aktiv an der Gestaltung der Stadt durch bunte Pflanzen teilzunehmen.

Durch die Einbeziehung von Nachbarn und Freunden könne man durch dieses subversive Projekt die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner für kleine grüne Flächen erreichen und somit die Bewohnerschaft für die Natur und das Grün in der Stadt sensibilisieren. „Wahren und Schonen“.

Durch die Rückkehr der Natur in die Stadt möchten sie nicht nur die Lebensqualität steigern, sondern auch neuen Wohnraum für verdrängte Tiere schaffen.

Gepflanzt wird oftmals mit Samenbomben. Das sind kleine Kügelchen aus Kompost, Erde, Tonpulver und natürlich Pflanzensamen. Diese „seed balls“ werden zu kleinen Kügelchen geformt und können im Stadtgebiet verpflanzt, bzw. auf der gewünschten Stelle einfach fallen gelassen werden.

So schön die Ergebnisse später aussehen und positiv für das Stadtbild sein können, man darf nicht vergessen, dass diese Projekte oftmals nicht im Rahmen von legalen Aktionen stattfinden und im Ernstfall auch Strafen nach sich ziehen können.

Der Beitrag aus der Sendung DasDing, veröffentlicht am 13.04.2012, zeigt eine Truppe von Gärtnern, die diese Aktionen in Deutschland organisieren.

Die „Subkultur Guerilla Gardening“ in Los Angeles stellt sich im folgenden Video von SoulPancake, veröffentlicht am 25.09.2012, vor.

 

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Detroit meldet Insolvenz an

Dass es um die Stadt Detroit schon lange finanziell schlecht gestellt ist, ist bekannt. Doch nun wurde bekannt, dass die Stadt im Bundesstaat Michigan Insolvenz angemeldet hat. Es ist die größte amerikanische Stadt, die ein solches Verfahren je eingeleitet hat.

In den 50ger Jahren war Detroit die zweitgrößte Stadt der USA mit 1,8 Millionen Einwohnern und die Stadt der Autokonzerne. Große Firmen wie General Motors oder Ford haben sich ihren Standort in Detroit gesucht. Doch durch die einsetzenden Probleme in der Autoindustrie und den Rückgängen der Gewinne, musste Detroit mit Abwanderungen von Firmen, mit leeren Fabriken und Gebäuden (fast 78.000!), mit vermehrter Arbeitslosigkeit und Kriminalität umgehen. Vor allem aber die Finanzkrise und einsetzende Rezession wurden schlussendlich zum Verhängnis der Stadt.

Zum Schluss sei Detroit kaum noch in der Lage gewesen die Notrufe in gerechter Form zu bedienen, sodass nur ein Teil der Hilferufe geholfen werden konnte. Bei Absetzung eines Notrufs in Detroit dauert die Wartezeit bis zum Eintreffen der Rettungswagen fast eine Stunde. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt sind das fast 47 Minuten mehr, so Gouverneur Snyder. Auch weitere öffentliche Funktionen, wie Beleuchtung, seien nicht mehr vernünftig zu unterhalten gewesen. Knapp die Hälfte der Straßenbeleuchtungen seien außer Betrieb, da die finanziellen Mittel zur Reparatur fehlen.

Die Verhandlungen in den letzten Tagen zwischen dem eingesetzten Manager Kevyn Orr und den Gläubigern scheiterten.

Die einst glitzernde Metropole für Autohersteller hat einen Schuldenberg von rund 20 Milliarden Dollar angehäuft, der nur sehr geringen Einnahmen der der Stadt „Motown“ gegenüber steht. Ungefähr 100 Millionen Dollar soll die Stadt jährlich zu viel ausgegeben haben. Durch die Anmeldung der Insolvenz gewinnt Detroit Zeit, und kann sich vorerst vor Klagen und Abzahlungen der Schulden schützen.

In Detroit leben heute nur noch knapp 700.000 Menschen, wobei mehr als die Hälfte der Bewohner und Bewohnerinnen in Armut leben.

In dem Fernsehbericht des Senders Arte Reportage geht es um die „Wiedergeburt in Grün“. Von der Auto Stadt zum Urban Farming.

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Studenstki Grad – Studentenstadt in Sofia

Studentenviertel sind nichts Ungewöhnliches. In vielen Universitäten Städten kennt man Gebiete in der Stadt, die vermehrt von Studenten bewohnt werden. Auch in der Landeshauptstadt Bulgarien, Sofia, gibt es ein solches Viertel. Studenstki Grad, Studentenstadt, heißt das Quartier. Charakterisiert wird diese Stadt durch sanierungsbedürftigen, hochragende Plattenbauten aus der sozialistischen Zeit.

Doch die Studenten fühlen sich in dem Gebiet wohl und haben im Laufe der Zeit ein richtiges Szeneviertel daraus gestaltet. Ob die Universität, die Kulturen, Feste, oder Restaurants und die suche nach neuen Kontakten im Vordergrund steht, Studenstki Grad besticht in allen Bereichen mit einer bunten, jugendlichen Vielfalt.

Der Bericht des Fernsehsenders Arte beschreibt das Leben von der Studentenstadt zum Partyquartier.

Ausschnitt aus der Sendung: Yourope, Arte, Ausstrahlung vom 05. Januar 2013, Video auf der Arte Homepage

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