Bürgerbus-Vorkommen in Deutschland

Bürgerbus Ausarbeitungx4

Quelle: BURMEISTER 2010, S. 521

Seit der Einführung der Bürgerbusse in Deutschland 1985 stieg die Zahl der Vereine immer weiter an. Am 15. Februar 2010 gab es in Deutschland über 151 Bürgerbusvereine.

Der größte Anteil befindet sich in Nordrhein-Westfalen. Dieses liegt unter anderem auch an den Förderungsmöglichkeiten, da andere Bundesländer nicht so viele oder keine Gelder zur Verfügung stellen. In Niedersachsen wird die Förderung der Bürgerbusse inzwischen weiter ausgebaut. Die Kreise bekommen gezielte monetäre Förderungsmittel, die auch direkten Einsatz in Bürgerbusprojekten finden können. Daraus folgte eine Großzahl neuer Busse (BURMEISTER, 2010, S.518).

Aus der Idee immobile Regionen zu mobilisieren ergaben sich auch sogenannte Stadt-Bürgerbusse. Ihre Aufgabe ist es die Hauptzentren mit ihren verschiedenen Ortsteilen zu verbinden. Wobei es eine riesige Auswahl von zeitlichen Komponenten gibt. Nur werktags, oder am Wochenende, mehrfach täglich etc. (SCHMÖE, 2007, S.165f.).

Diese Flexibilität dieser alternativen Bedienungsform lässt sich am besten an ein paar Beispielen verdeutlichen.
Beginnend am Gründungsprojekt im Münsterland. Hier war die Mobilisierung der Gemeinde Asbeck der Anstoß der Einführung, denn diese war nicht an das ÖPNV Netz angebunden. Die nächste Bushaltestelle befand sich über einen Kilometer entfernt (BURMEISTER, 2010, S.518).

Mit dem Bürgerbus in das Naherholungsgebiet hat sich der Bürgerbusverein Heimbach auf die Fahne geschrieben. Der Nationalpark Eifel bietet viele interessante Ziele, die aber weder durch den lokalen ÖPNV noch durch den Individualverkehr zu erreichen sind. Hier können Menschen, mit eingeschränkter Mobilität, oder müde gewordene Wanderer, den Service des Bürgerbusses nutzen und sich, zum Beispiel, direkt vor die Urfttalsperre befördern lassen.
Auch bei mehrtätigen Wandertouren, wird bei der Rückfahrt zum Startpunkt der Bürgerbus integriert (HECKENS, 2010. S. 36) .

Bürgerbus Ausarbeitungx5

Quelle: GIESSENER ALLGEMEINE ZEITUNG, 2011

Der Bürgerbus „Bussche“ Staufenberg ist ein neues Projekt im Landkreis Gießen, das sich aktuell noch in der Pilotphase befindet. Sein Startschuss fiel am 17. November 2011. Er verkehrt jeden Donnerstag zwischen 09:50Uhr und 14:45Uhr. Dieser Wochentag wurde bewusst gewählt, da es sich um den Markttag in Staufenbergs „aktive Mitte“ handelt und auch die Öffnungszeiten von Banken und der Stadtverwaltung länger sind. Er fährt alle Stadtteile in einer kleeblattförmigen Schleife an. Insgesamt gibt es sechs Fahrten, drei Hin-und drei Rückfahrten. Der Fahrpreis beläuft sich auf einen Euro (Hin- und Rückfahrt). Unterstützt wird das Projekt durch Rewe, Tegut, Norma, Volksbank und der Sparkasse. Die Firma Erletz stellt den Bus kostengünstig zur Verfügung. Nach vier bis fünf Monaten soll ein erstes Fazit gezogen werden, der Erlös wird in einem Spendentopf gesammelt und kommt später einem guten Zweck zu gute. (GIESSENER ALLGEMEIN ZEITUNG1+2, 2011)

 

Einleitung   Alternative Bedienungsformen   Definition Bürgerbus   Gründung   Finanzierung   Öffentlichkeitsarbeit Fazit

Quellen