Alternative Bedienungsformen

In ländlichen Räumen müssen Bewohner größere Distanzen zwischen ihrem Wohnort und den Nahversorgern, zur Arbeit oder zu Freunden überwinden, da diese, wie im Gegenzug zu Agglomerationsräumen, nicht nahe beieinander liegen, sondern dispers im Raum verteilt sind.

Für die Abdeckung des Mobilitätsbedarfs sorgt, neben dem Individualverkehr, der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Vor allem für ältere Menschen, die weder das Auto noch das Fahrrad nutzen können, bzw. Kinder und Jugendliche, die noch keinen Führerschein besitzen, ist der ÖPNV unabdingbar.

Die öffentliche Mobilität findet jedoch schnell Grenzen, die man schon in kleinen Städten spätestens zu den Abendstunden oder am Wochenende vorfindet. Das Fahrgastaufkommen und der finanzielle Aufwand des Busbetriebes gehen somit nicht einher. Der demographische Wandel, und somit die Bevölkerungsverringerung, ist ein weiterer Punkt, der es den Verkehrsbetrieben erschwert, Linien, die die ländlichen Bereiche abdecken, aufrechtzuhalten (WEHMEIER&KOCH,2010).
Diese traditionellen Bedienungsformen stehen somit vor Konflikten, sodass andere Wege gegangen werden müssen, um die Mobilität aufrecht zu erhalten: Alternative Bedienungsformen.

Diese Formen sind flexibel einzusetzende Verkehrsformen, die sich stetig an der Nachfrage des Kunden ausrichteten. Diese Anpassungsfähigkeit auf die Zeit und den Raum, kann somit vor Leerfahrten eines Busses schützen.

Bürgerbus AusarbeitungX1

Quelle: SIEBER 2002, S.3

Folgende flexible Formen sind vorhanden:

  • Der Linienbetrieb: Alle Haltestellen vom Start bis zum Endpunkt sind aufgelistet und zeitlich eingeordnet.
  • Der Bedarfslinienbetrieb: Start- und Zielhaltestellen sind definiert, Bedarfshaltestellen benötigen eine vorherige Anmeldung, sonst werden nur Teilstrecken befahren oder der Einsatz kommt nicht zustande.
  • Der Richtungsbandbetrieb: Hier werden Haltestellen mit großer Nachfrage stetig angefahren, nachfrageschwache  Regionen sind durch Bedarfshaltestellen gekennzeichnet, die nur bei Anmeldung angefahren werden. Auch hier ist ein fester Start- und Zielpunkt gegeben, die Haltestellen dazwischen sind Anmeldungsabhängig. Ausstiegsmöglichkeiten sind die Haltestellen, bzw. die Haustür.
  • Der Flächenbetrieb: Hier definieren keine Start- und Endhaltestellen, sondern das Prinzip der „Haltestelle-zu-Haltestelle und Haustür-zu-Haustür“ (SIEBER, 2002, S.4) das Verkehrssystem. Reihenfolge der Haltestellen sind Anmeldung und Fahrerabhängig (SIEBER, 2002, S.3f.)

 

 

 

Einleitung Definition Bürgerbus   Gründung   Finanzierung   Öffentlichkeitsarbeit   Vorkommen   Fazit

Quellen